Barfuss laufen & Barfuss Schuhe

Barfuss laufen – mit oder ohne Barfuss Schuhe – nicht nur bei Rückenschmerzen heilsam!

Evolutionsbiologisch gesehen, ist es so, dass wir unsere Füße erst seit wenigen hundert Jahren in Schuhe stecken. Die vielseitige Muskulatur, die unseren Füßen innewohnt, wird so kaum mehr trainiert. Das führt zu jeder Menge Beschwerden, Haltungsschäden und Fehlstellungen. Barfuss laufen ist eine Möglichkeit hier heilsam entgegenzuwirken.

Die Füße sind das Fundament unseres Körpers, wenn wir diesen mal als ein Haus betrachten. Je stabiler und trainierter unsere Fußmuskulatur ist, desto besser ist das für den gesamten Bewegungsapparat. Bestimmt hast du schon einmal von einem Plattfuss oder Spreizfuss gehört. Diese Fehlstellungen beschreiben eine Abflachung des Fußgewölbes. Frauen, haben häufig auch mit einem sogenannten Hallux, einer Abweichung der großen Zehe zu tun. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist häufig auch im höchsten Maße unangenehm und schmerzhaft.

Schuhe – Fluch und Segen

Die häufig stark gepolsterten Schuhe die wir im Alltag tragen, entlasten durch Ihre angepasste Form den Fuß. Das hat neben Komfort leider auch negative Auswirkungen.

In mehreren Untersuchungen wurde gezeigt, dass trainierte Barfussläufer, die den Vorfußlauf korrekt nutzen deutlich weniger Gelenkbeschwerden haben, als Läufer mit teuren High-Tech Jogging Schuhen, die „falsch“ laufen, nämlich mit dem gesamten Gewicht auf den Hacken aufkommen und damit einmal das komplette System vom Fuß bis hin zur Halswirbelsäule erschüttern. Dies führt nicht selten zu Gelenkbeschwerden und Kopfschmerzen.

Das Barfuss laufen fördert im Gegensatz zu High Heels oder stark gepolstertem Schuhwerk den Vorfußlauf – d.h. wir kommen zuerst auf dem Fußballen auf und rollen das Gewicht dann sanft auf den Fußballen ab. Das führt dazu, dass sämtiche Gelenke des Körpers entlastet werden.

Barfuss Schuhe – auch prima gegen Haltungsschäden

Eine tolle Möglichkeit um auf das Barfuss laufen umzusteigen sind Barfuss Schuhe. Die Vorteile liegen auf der Hand: trotz den Vorzügen des Barfuss Laufens, ist Dein Fuß jederzeit geschützt. Und möglicherweise erntest du auch nicht ganz so viele Blicke, als wenn du das nächste Mal barfuss in einem teuren Restaurant aufschlagen würdest.

Wichtig ist beim Umstieg aufs Barfuss laufen folgendes zu beachten: sobald Schmerzen auftreten, ist es zu viel!

Einfach nur Barfuss gehen und dafür Barfuss Schuhe zu nutzen kannst du jederzeit. Möchtest du allerdings auch barfuss joggen, wandern oder Deine Füße bei stärkeren Belastungen barfuss nutzen, muss die Muskulatur anfangs erst einmal aufgebaut werden um auch hier einem Verletzungsrisiko vorzubeugen. Fange also mit kurzen Trainingseinheiten an – genau so, wie du das auch bei einer neuen Sportart tun würdest.

Welcher Barfuss Schuh ist der Richtige für mich?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Das kommt ganz auf Deinen Geschmack an und wann und wofür du ihn einsetzen möchtest.

Ich persönlich bevorzuge die Vibram five fingers. Eines meiner Lieblingsmodelle ist der Bikila Evo M.

Für den Sommer, oben auf der Hütte oder am Strand finde ich die Rollup Sandale der Firma Lizard aus Italien empfehlenswert. Sehr minimal und preisgünstig.

Buchtipp: Sabrina Fox – Auf freiem Fuß: ein Jahr ohne Schuhe? 

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